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Posts mit dem Label "kink" werden angezeigt.

Die Schwierigkeiten mit Safewords

Safewords sind unheimlich wichtig. Safewords sind vorher vereinbarte Worte, die dafür sorgen sollen, dass Menschen eine Situation, in der sie sich nicht mehr gut/wohl fühlen, schnell und unkompliziert abbrechen können. Safewords können von jeder beteiligten Person jederzeit genutzt werden. Hierbei geht es vor allem um körperliche und seelische Unversehrtheit. In der Regel wird auch davor darüber gesprochen, was ein Safeword genau bedeutet und wie damit umgegangen werden muss. Oft beinhaltet es aber den Abbruch der Situation. Ich.. habe mit Safewords Probleme. Nicht, weil ich das Konzept an sich problematisch finde, im Gegenteil. Mein Problem mit Safewords - und auch allen anderen Alternativen in der Richtung - ist, dass es voraussetzt, dass sich der Mensch in der Situation daran erinnern können muss. Wenn ich eine Situation mit einem Safeword unterbrechen will, gibt es einige Dinge, an die ich in dem Moment denken muss: a) es gibt ein Safeword Ich muss mir jederzeit bewusst sein, dass ...

Träume und Erinnerungen

Ich wache auf von dem Gefühl deiner Finger in meinem Fleisch, an der Stelle, die du gestern Abend schon so gern gehabt hast. Ich kann spüren, wie du mich dabei festhältst, den anderen Arm um mich gelegt. Während ich deinen Atem genau hören kann, stockt meiner. Mein Bein ist schon sehr empfindlich und ich kann dein Lächeln und das Blitzen in deinen Augen ob meiner Reaktion sehr deutlich sehen. Ich beiße mir auf die Unterlippe und stöhne leise, als ich endlich wieder Luft hole. Aber als ich meine Augen wieder öffne, stelle ich fest, dass du wirklich nicht mehr hier bist. Dass mir mein Kopf nur eine wirklich realistische Mischung aus Erinnerung und Traum produziert hat. Das Gefühl von dir direkt hier wird durch diese Erkenntnis aber nur schwächer, vergeht nicht. Ich beobachte mich dabei, wie ich mich an meinem Kissen festhalte, genau wissend, wie du dich anfühlen würdest, mit meiner Nase die Stelle suchend, die nach dir riecht. Es ist beinahe unheimlich, wie genau das gerade präsent...

... aber [Mensch]!

"... aber [Mensch]!" ist so eines dieser Dinge, die ich in der letzten Zeit unheimlich oft gedacht (oder auch gesagt) habe. Und wie so oft mit solchen Dingen, hat es mich anfangs irritiert. Warum? Weil es normalerweise im Anschluss an Dinge kommt, die ich ausschließe. Dinge, die mich so gar nicht reizen. Oder die ich zwar unglaublich interessant finde, aber trotzdem denke, dass es nicht sinnvoll ist, es zu tun. Kurz gesagt: Dinge, von denen ich bisher geglaubt habe, dass ich sie (besser) nicht tun werde (oder sollte).  In den meisten Fällen ist das gar nicht mal ein "... aber mit [Mensch] mach ich das schon!" , sondern mehr ein " ... aber mit [Mensch] könnte ich mir das nochmal überlegen. " oder " ... aber mit [Mensch] kann ich mir das schon vorstellen. " .  Oder " ... aber mit [Mensch] wird der Gedanke plötzlich interessant(er)... " und " ... aber mit [Mensch] würde ich das tatsächlich doch ganz gern machen. " .  ...

Vertrauen

Vertrauen ist eine Entscheidung. Ob ich jemandem vertraue ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens. Menschen können solchen Menschen vertrauen, die jenes Vertrauen nicht verdient haben, rein rational betrachtet, und vertrauen oft genug nicht, obwohl der Mensch nichts falsches getan hat. Natürlich beeinflusst das Verhalten meines Gegenübers meinen Willen, ihm zu vertrauen. Aber eben auch meine Erfahrungen, meine Risikobereitschaft. Wie sicher ich mich bei und mit einem Menschen fühle. Aber am Ende bleibt es eine Entscheidung - und zwar eine, die ich mir bewusst machen und entsprechend beeinflussen kann. Es gehört für mich zu Selbstverantwortung, sich dessen bewusst zu sein und entsprechend zu handhaben. Dazu gehört dann eben auch, die Verantwortung für mangelndes Vertrauen nicht einfach auf mein Gegenüber zu schieben, sondern meinen eigenen Anteil anzuerkennen. Effektiv läuft es darauf hinaus, dass ich selbst entscheide, wem ich vertrauen will und wie weit. Natürlich kann me...

Halsband

Ich kann mich daran erinnern, schon in der Schule mein erstes Halsband getragen zu haben. Damals war mir kink zwar bekannt und ich hatte auch eine gewisse Faszination dafür, aber wirklich Erfahrungen oder Kontakt zur Szene hatte ich nicht. Ich katte kinks, über die ich mir bewusst war, und wusste auch, dass das vollkommen okay und "normal" war, weil es bei uns zur Aufklärung dazu gehörte. Aber die Menschen, denen ich nah sein wollte, fanden es nicht toll, wenn ich ihnen weh tat und wollten mir noch weniger weh tun. Wirklich danach gesucht habe ich aber nicht. Vermutlich auch, weil ich doch das Gefühl hatte, mit mir sei etwas nicht in Ordnung. Auf Grund meiner Vergangenheit gar nicht so abwegig - ich war mir einfach nie sicher, ob das nun gesund ist, oder Ausdruck einer kranken und kaputten Psyche. So in meinem ganz persönlichen Fall. Trotzdem habe ich mein Halsband getragen. Ich wollte es unbedingt haben, habe es besorgt, und dann dauerhaft getragen, weil es sich richtig a...