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Posts mit dem Label "relationship anarchy" werden angezeigt.

The Most Important Person in Your Life

I never asked for this position.  I never wanted to have it.  I never wanted to be that.  The Most Important Person in Your Life. I don't get how you want to be that for someone.  Or how you feel like it could be something I would want.  Like a gift I didn't ask for,  Unwelcome, I have to live with now. People expecting me to be happy.  Excited.  Grateful, even. Like it's something beautiful. Nice. Cute. And I don't get it.  I hate that position. I don't want it.  It's uncomfortable. Puts pressure on me. Expectations.  I don't want that. Not from you. Not from anyone. I don't want to be Your Most Important Person.  I don't want to be compared. I don't want to be in competition with others. I don't want to be in a hierarchy. I don't want your pedestal. I want to be myself. I want to be equal, Yours, and your other people's.  You tell me I'm Your Most Important Person. For you, it's a compliment. Meant as something cute, lov...

Süßigkeiten und Verbindungen

Ich habe irgendwann angefangen, Beziehungen oder auch Verbindungen allgemein mit Süßigkeitentüten zu vergleichen. Diesen weißen Papiertüten, die man früher für 1 DM am Kiosk kaufen konnte. Dabei ist die Tüte das Label der Verbindung. Eine weiße Tüte ist also eine (romantische) Beziehung. Die einzelnen Süßigkeiten sind all die Dinge, die zu der Beziehung gehören, die sie zu einer Beziehung machen. Wenn ich Beziehung sage, dann gehören für mich bestimmte Dinge ganz sicher dazu. Ich habe Erwartungen daran, was das bedeutet und gehe in der Regel davon aus, dass das für andere auch so oder wenigstens ähnlich ist. Ähnlich, wie wenn ich den Kiosk gehe und mir dort eine bereits gefüllte Tüte hole. Wenn ich immer im gleichen Kiosk bin, dann weiß ich nach einiger Zeit, was da so drin ist und was ich zu erwarten habe. Ich gehe davon aus, dass das im nächsten Kiosk auch so ist, weil ich das ja so kennen gelernt habe und am Ende verkauft er ja das selbe - eine weiße Papiertüte mit Süßigkeiten...

Commitment als Tauschhandel?

Ich wurde vor Kurzem gefragt, ob sich auf emotionale Nähe und Tiefe einzulassen nicht schon aus sich heraus ein Tauschhandel sei. Einer, für den Vertrauen notwendig sei, und damit verbunden eben ein klares commitment, immer füreinander da zu sein. Tatsächlich hat mich die Frage irritiert. Was mich wiederum ebenfalls irritiert hat, denn es ist noch nicht allzu lange her, dass ich noch dachte, beinahe jede Verbindung, die ein gewisses Maß an Nähe und Tiefe erreicht, müsste grundsätzlich auch einen Tauschhandel beinhalten. Typischerweise, in meinem Erleben, commitment und Nähe gegen Autonomie und Freiheit. Stellt sich heraus: Absolut nicht. Der eigentliche Aufhänger für meinen Post hier war aber tatsächlich die Frage, ob ich mir nicht mehr commitment wünschen würde, wenn es bspw. darum geht, dass ich einen Menschen gern sehen möchte, v.a. in einer Situation, wo ich ihn zum Reden brauche, und dieser mich nicht sehen will. Und tatsächlich ist das eine wundervolle Situation, um zu verdeu...

Solo Poly

Ich habe vor einiger Zeit für mich beschlossen oder besser: realisiert, dass der Begriff „solo poly“ durchaus auf mich zutrifft. Nicht, weil ich quasi Single bleiben will. Aber weil vieles, was sonst noch darunter fällt, durchaus auf mich zutrifft. Autonomie und Freiheit. Ich will mein Leben und meine Verbindungen nicht danach ausrichten, dass es schon andere Menschen in meinem Leben gibt. Ich will meine eigenen Entscheidungen treffen und für mich bleiben, aber dennoch Nähe und commitments haben. Aber ich will selbst entscheiden, was und wie das geht, und mich nicht nach anderen ausrichten. Das bedeutet für mich eben auch, keine super intertwined Verbindungen mehr eingehen zu wollen – ich will keine Finanzen teilen, nicht abhängig sein, keine Kinder oder eine Bezugsperson für Kinder sein, keinen größeren gemeinsamen Besitz. Ich will mich in meiner Lebensplanung auf Menschen beziehen, aber mich nicht nach ihnen ausrichten. Ich will selbst entscheiden, wie viel Zeit ich mit wem verbri...

Warum Polyamorie? Warum Beziehungsanarchie?

Mir war schon sehr früh bewusst, dass mono einfach mal gar nichts für mich ist. Zu einengend, zu besitzergreifend, zu wenig Freiheit. Nicht mehr mit Menschen in Verbindung treten zu können, wie es sich richtig anfühlt und ich es tun würde, wenn ich single wäre, nur weil da schon jemand vorher in mein Leben getreten ist, fühlte sich einfach nie richtig an. Der Übergang von faktisch dennoch mono zu poly hat dann trotzdem noch relativ lange gedauert, auch, weil mein Umfeld mich lange nicht ernst genommen hat und ich keine Kontakte hatte in eine Welt, in der das funktioniert. Oder funktionieren könnte. Als er dann kam, hab ich mich viel eingelesen, nach Kontakten gesucht und alles in mich aufgesogen. Mir war schnell klar, dass ich Polyamorie nicht in einer Weise leben wollte, die all diese Begrenzungen von Außen, die es in mono nunmal gibt, einfach übernimmt, nur mit mehr Menschen. Mir war auch schnell klar, dass ich zu Menschen Verbindungen eingehen wollte, die sich einfach richtig anf...

Wer ich bin

Mehr als drei Jahre bin ich mir nun bewusst darüber, polyamorous zu sein und lebe in entsprechenden Beziehungen. Fast ebenso lange identifiziere ich mich als relationship anarchist, und für mich fühlt es sich an, als gehörten beide Konzepte natürlich zusammen, auch wenn das natürlich nicht der Fall ist. Es war kein besonders langer Weg für mich, diese beiden Beziehungskonzepte für mich als passend zu finden, aber hart war er dennoch. Ich war mir schon recht früh darüber bewusst, dass Monogamie nichts für mich ist, hatte aber nicht die richtigen Worte dafür und schon gar nicht die richtigen Menschen, um darüber zu sprechen. Monogamie war nicht nur einfach Standard, sondern darüber hinaus scheinbar auch die einzige Option. Sogar einfach Sex zu haben war meist keine Option, und es gab nicht nur eine Beziehung, in der ich mich wiederfand, weil die Person, mit der ich Sex hatte beides verknüpft hatte und jedem, den ich kannte, erzählte, dass wir nun in einer vollwertigen Beziehung seien....